

Der Zirbitzkogel (2396 m) ist der höchste Berg der Seetaler Alpen und erhebt sich in der Steiermark, nahe der Grenze zu Kärnten. Der touristisch gut erschlossene Berg ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Tourengeher. Das Zirbitzkogelhaus am Gipfel ist das höchstgelegene Schutzhaus der Steiermark.
Das Lavanttal hat seinen Namen vom Fluss Lavant, der es von Norden nach Süden durchzieht. Vorbei an alten Städten und reizvollen Märkten, an jahrhundertealten Kirchen, Burgen und Schlössern, an modernen Industrie- und Brückenbauwerken zieht das kalte, klare Wasser der Lavant seine rund 60 Kilometer lange Bahn durch das Tal.
Seinen Ursprung hat der Fluss im Grenzgebiet zwischen der Steiermark und Kärnten – genauer gesagt, am steirischen Zirbitzkogel, einem beliebten Ausflugsziel. Wer den rund 2.400 Meter hohen Berg erwandert und die überaus gesunde Gebirgsluft eingeatmet hat, kann sich nur schwer dem besonderen Reiz des kleinen, aber tiefen Sees entziehen, von dem aus die Lavant talwärts drängt.
Angereichert mit dem Wasser einiger Seitenbäche überwindet sie zwischen den alten Märkten Obdach und Reichenfels die Landesgrenze. Sie schlängelt sich vorbei an der Stadt Bad St. Leonhard, passiert die natürliche Enge des Twimberger Grabens, durchfließt die Stadtgemeinden Wolfsberg und St. Andrä, um schließlich bei Lavamünd, nur wenige Kilometer vor der österreichisch-slowenischen Staatsgrenze, in den mächtigen Draustrom zu münden.
Woher der Name „Lavant“ kommt, bleibt freilich ungewiss. Auch wenn die wahre Bedeutung des Flußnamens bis heute nicht völlig zufriedenstellend geklärt werden konnte, bleibt wenigstens die Gewissheit historischer Kontinuität. Als die Gräfin Richgard von Spanheim um die Mitte des 11. Jahrhunderts den Leichnam ihres Gatten Siegfried, der auf der Rückreise aus dem Heiligen Land ums Leben gekommen war, auf ihre Lavanttaler Stammburg bringen ließ, stiftete sie eine kleine Paulskapelle am Fluss "Lavand“ und legte damit den Grundstein für das Benediktinerstift St. Paul.
Zu Anfang des 16. Jahrhunderts versuchte der berühmte Arzt und Naturforscher Theophrastus Bombastus von Hohenheim (1493–1541), besser bekannt als Paracelsus, den Namen des Flusses vom lateinischen Verb „lavare“ (d.h. waschen) herzuleiten. Paracelsus schreibt: „Das Laventtal im Herzogtum Kärnten hat seinen Namen vom Waschen empfangen. Denn in demselben die Wasserflüss so goldreich gewesen sind, daß von allen fremden Nationen Künstler und Bergleut sich darein gefügt haben. Also ist die Stadt S. Leonhard gebauet, auch Wolfsperg von Bauleuten desselbigen Lands mit Wein und Getreid zugenommen und erbauet.“
Paracelsus' Deutung, die keineswegs unwidersprochen blieb, bezog sich also auf die rege Goldwäschertätigkeit, die an den Ufern der Lavant und so manchem ihrer Nebenbäche eine jahrhundertealte Tradition hat.
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