Aus dem Jahr 1849 ist eine recht genaue Beschreibung des St. Leonharder Eisenschmelz- und Hammerwerks überliefert, die vor kurzem in einer alten Bibliothek wieder ausfindig gemacht werden konnte und hier wiedergegeben werden soll:
"...das gräfl. v. Henkelsche Eisenschmelz- und Hammerwerk, bestehend aus einem Hochofen mit Lufterwärmungsapparat, Aufzug und Zylindergebläse, welches letztere zugleich mit 4 Frischfeuer bläst, dann 5 Rostöfen, 1 Schlackenstampfe und 2 Grobhämmer. Der schöpferische Geist des adeligen Besitzers, der allenthalben sich äußert, wo er Eigentumsrechte ausüben darf, ... hat sich auch hier bereits bewährt. Die Hüttenwerke, noch vor kurzem ihrem Verfalle nahe, wurden durch ihn größtenteils erneuert und in ihrem Inneren nach den Grundsätzen der jüngsten Erfahrungen im Gebiete der Technik eingerichtet.
Die Erze, die hier verschmolzen und zum Teile auch verarbeitet werden, während ein anderes Quantum des Roheisens nach dem Raffinierwerke Frantschach bei Wolfsberg gebracht wird, werden an der Ostseite des Tales am sogenannten Loben gebrochen und liefern seit vielen Jahrhunderten segenbringend den Rohstoff für die künftige Kaufmannsware. Die Leser werden es gerne nachsehen, wenn sie mit dem Detail der Erzeugung sowie mit der Art des Betriebes verschont werden, da dergleichen nur skizzierte Darstellungen für den Mann von Fach nicht ausreichend, für den Ästhetiker hingegen, dem diese Blätter vorzugsweise gewidmet sind, nicht befriedigend sein können."
Joseph Wagner: "Das Lavantthal im Herzogthume Kärnten", Klagenfurt 1849, S. 56–57.
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